Judge-Leo im Interview!

September 1, 2017

Im Rahmen der Multivan Kitesurf Masters sind neben der Regattacrew auch immer sechs Judges vor Ort, welche die Tricks und Sprünge der Freestyler bewerten und die Auswertungen übernehmen. Wir haben uns Leonard Rose zum Interview geschnappt:

 

Wie bist du Judge geworden?
„Während eines Events (ich glaube 2009), bei dem ich selbst als Teilnehmer dabei war, herrschte akuter Judge-Mangel. Ich kannte die Judges auch schon vorher unabhängig von den Events. Ich entschied mich kurzerhand an diesem Wochenende für den Judge-Tower.“

 

Welche Kriterien muss man erfüllen?
„Selber sollte man ein einigermaßen hohes Fahrkönnen aufweisen, um die Schwierigkeit der verschiedenen Tricks bzw. ihre Ausführung gut einschätzen zu können. Dass man jeden Trick und die verschiedenen Varianten fehlerlos erkennt, muss, denke ich, nicht extra erwähnt werden. Hohes Konzentrationsvermögen (manchmal mehr als 5h ohne Pause judgen) sollte man ebenfalls mitbringen. Man sollte gut im Team arbeiten können; es kann auch mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Man sollte es länger als 5h auf einem Boot aushalten, ohne Seekrank zu werden.“

 

Wird es 2018 wieder einen Lehrgang geben?
„Dafür sind die GKA (Pascal Matzke) und ihr Freestyle-Beauftragter Marian Hund verantwortlich. Bisher wurden wir noch nicht kontaktiert. Bis jetzt gibt es also noch keine konkrete Planung.“

 

Welche Sprünge/Tricks werden am häufigsten gezeigt?
„Eindeutig der Raley.“

 

Wie entscheidet man, welchen Heatbaum man nutzt?
„Je nach Wettervorhersage, Dauer des Events und Anzahl der Teilnehmer.“

 

Was ist der Unterschied zwischen Single-Double und Double-Dingel?

„Bei einer Single Elimination hat keiner der Fahrer eine zweite Chance. Wer einmal einen Heat verloren hat, ist raus. Bei einer Kombination einer Single Elimination mit einer Double Elimination im Anschluss muss jeder Fahrer seinen Platz aus der Single Elimination „verteidigen“. Somit haben selbst die Fahrer, die in der ersten Runde in der Single Elimination ausgeschieden sind, noch die Möglichkeit das gesamte Feld von hinten aufzuräumen und am Ende das Event zu gewinnnen.

Bei einer Dingle Elimination bzw. einer Double-Dinge Elimination werden Single Elimination und Double Elimination quasi in einem Heatbaum vereinigt. Verlierer eines Heats sind somit meistens direkt nochmal in einer Looser-Runde dran und können dort direkt wieder ins Hauptfeld eingegliedert werden, falls sie die Looser-Runde gewinnen.“

 

Was ist für euch das spannende an der Disziplin Freestyle?
„Im Prinzip zählt nicht bloß der aufgeschriebene Trick auf dem Papier, sondern seine exakte Ausführung. Bei einem guten Judge-Team kann ein technisch scheinbar einfacher Trick mit sehr guter Ausführung, deutlich mehr Punkte bringen, als ein technisch anspruchsvoller Trick, der aber schlecht ausgeführt wurde. Eigentlich ist es genau das, wofür wir Judges da sind.“

 

Bist du selber noch aktiv auf dem Wasser? Wie oft schaffst du es auf’s Wasser und welcher ist dein Lieblingsspot?
„Natürlich, mehrere Male im Monat. Lieblingsspot ist der Nordosten Brasiliens.“

 

Was würdest du aus Sicht der Jury den Teilnehmern raten?
„Geht aufs Wasser um Spaß zu haben und nicht um zu „trainieren“. Dann kommen die richtigen Sachen dabei raus. Nochmal: Im Prinzip zählt nicht bloß der aufgeschriebene Trick auf dem Papier, sondern seine exakte Ausführung. Bei einem guten Judge-Team kann ein technisch scheinbar einfacher Trick mit sehr guter Ausführung, deutlich mehr Punkte bringen, als ein technisch anspruchsvoller Trick, der aber schlecht ausgeführt wurde. Ein paar vernünftige Grabs zum Beispiel würden die Judges für 2018 erfreuen.“

 

Gibt es Bedarf an neuen Judges für 2018?
„Wir freuen uns immer über neue Gesichter, die uns Mal über die Schulter schauen wollen und so vielleicht entscheiden können, ob das Judgen etwas für sie ist oder nicht.“

 

Vielen Dank für euer Engagement und eure Teilnahme an der Saison 2017!

 

 

Du möchstest 2018 Teil der Judge-Crew werden? Dann sende uns jetzt eine E-Mail an event@choppywater.de.

 

 

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