Bericht vom Kitecamp „Kitejugend trainiert für Olympia - Talente gesucht“ von Detlef Groebert

September 21, 2018

 

Am Wochenende 15./16.Septmber 2018 fand auf Fehmarn / Campingplatz Strukkamp das vom Seglerverband Schleswig Holstein initiierte oben genannte Kitecamp statt. Ziel war es, den Teilnehmern die Disziplinen Slalom / Boardercross, die Jugendolympische Disziplin, und das Foilracing so näher zu bringen, das jeder Teilnehmer, unabhängig von seinem Ausgangsniveau am Ende seine Kenntnisse und Fertigkeiten verbessert.

 

20 Plätze konnten vergeben werden, einige mehr hatten sich angemeldet.  16 Teilnehmer waren 18 Jahre und jünger wobei der jüngste 10 Jahre alt war. Es waren sowohl Teilnehmer dabei, die noch gar keinen Kontakt mit Wettkämpfen hatten, welche, die schon erste Erfahrungen teils auch in anderen Disziplinen als von uns angeboten, hatten, wie auch einige, die Erfahrungen in der Disziplin Foilrace hatten bzw. technisch schon sehr fortgeschritten auf dem Foilboard waren.

 

 

Die Anreise war für Freitagabend geplant, wir hatten auf dem Campingplatz etwas abgelegen eine große Zeltwiese für uns alleine. Samstag früh um 8.30 Uhr fand das gemeinsame Frühstück statt, wobei nebenher schon über die Hintergründe des Camps berichtet und das Briefing zum Ablauf des Tages gegeben wurde. 

 

Nachdem bereits um 7.00 Uhr das Boot geslippt und die ersten Bojen gelegt waren, wurden nach dem Frühstück die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt. 

 

Die erste Gruppe waren die Anfänger, Ihnen sollte zunächst die Disziplin Slalom erläutert und auf dem Wasser die wichtigsten technischen Fertigkeiten hierzu gezeigt werden. Diese Aufgabe übernahm als Coach Nik Ressig, ein langjähriger Contestkiter in den Disziplinen Race und Slalom  und Deutscher Vizemeister im Slalom 2017. 

 

Die zweite Gruppe waren die fortgeschrittenen Anfänger. Sie haben bereits Erfahrung im Slalom oder anderen Disziplinen. Mit Ihnen wurde schon verstärkt Training im technisch taktischen Bereich durchgeführt. Diese Aufgabe übernahm Tom North, erfolgreicher Teilnehmer am YOG Programm und damit Teilnehmer an allen großen internationalen Meisterschaften in den letzten 2 Jahren im Slalom / Boardercross und Deutscher Jugendvizemeister 2018 in dieser Disziplin. 

 

Die dritte Gruppe übernahm Jannis Maus, Deutscher Meister 2017 im Foilrace und international erfahrener Kiteracer. In dieser Gruppe waren die Foiler, die schon erste Erfahrungen im Foilrace hatten, aber sich technisch und taktisch verbessern wollten. 

         

Meine Aufgabe war es, neben der Gesamtorganisation, Bojen zu legen und zu korrigieren, als Rescue zu fungieren und Starts durchzuführen. Am Sonntag habe ich das Foilcoaching vom Boot aus gemacht.

 

Die Idee war, die Bojen so zu legen, das sie überlappend für beide Disziplinen und nur durch kleine Veränderungen des (Start)Bootes  nutzbar waren, was sich als gut machbar herausstellte.

 

 

Am Samstag begann nach einer ausführlichen Spoteinweisung die Wassereinheit bei 16 bis 18kn aus westlicher Richtung gegen 10.30 Uhr, alle Teilnehmer waren durch Leibchen gekennzeichnet und da wir mitten in der Orther Reede trainierten, wurden weder wir durch die recht zahlreich anwesenden Freizeitkiter gestört, noch haben wir sie gestört. 

 

Um ca. 13.00 Uhr haben wir unsere Mittagspause gemacht, einige der Eltern haben uns mit geschmierten Brötchen gut versorgt. Es wurde kurz das Training nachbesprochen und die Aufgaben für den Nachmittag festgelegt. Um 15.30 Uhr ging es wieder auf das Wasser und für die beiden Slalomgruppen lag dann der Focus auf Starts, Anfahren der ersten Boje und das Durchfahren des gesamten Slalomkurses in kleinen Heats. All das konnte auch mit den Anfängern problemlos durchgeführt werden. 

 

Die Foilracer hatten ebenfalls den Focus auf Durchfahren eines Kurses, sie mussten jedoch etwas früher aufhören, da im Laufe des Nachmittags bei zunehmenden Wind um bis zu 22kn das Seegras so stark aufkam, das das Foilen kaum noch möglich war. Die Nachmittagseinheit endete gegen 18.00 Uhr. 

 

Bei einem Grillabend auf der Zeltwiese wurde der Tag nachbesprochen und über die Bedeutung von Verband, Verein und über Wettkämpfe referiert. Dabei war schon für alle Anwesenden klar, dass der Tag nicht nur viel Spaß gemacht hat, sondern schon als Erfolg des Camps gewertet werden konnte. Viele sprachen davon, dass sie nun „angefixt“ waren und gerne weiter machen möchten. Aufgrund der umfangreichen Wasserstunden brauchte keine Bettruhe angeordnet zu werden.

 

 

Der Sonntagmorgen begann um 9.00 Uhr wiederum mit einem gemeinsamen Frühstück. Der Wind hatte deutlich auf 10-12kn nachgelassen und auf Süd, nun sideshore, gedreht. Dies war die optimale Voraussetzung, um sich mit neuen Dingen zu beschäftigen. Viele der Teilnehmer waren in Bezug auf  Kiten mit Softkites / Matten und Foilkiten noch gänzlich unerfahren. Armin Harich, Entwickler und Mitinhaber der Firma Flysurfer, die derzeit weltweit führend im Bereich Softkites zum Racen sind, war ebenfalls angereist und hat für alle Tipps und Tricks zum Handling und Trimmen von Matten gegeben. 

 

Da die Firma Flysurfer außerdem mit einem großen Testmaterialpool vor Ort war, konnten die meisten Teilnehmer sich später im Kiten mit Matten auch praktisch erproben. 

 

Für Interessierte, die noch nicht auf dem Foilboard standen, gab es eine Einweisung mit praktischem Üben auf dem Wasser. Dies wurde vor allem von den Youngstern ausführlich genutzt.Ein weiterer prominenter Gast, Thomas Plößel, ist nun auch in der Lage, auf dem Foilboard zu kiten.

 

Den fortgeschrittenen Foilracer habe ich noch einen Kurs gelegt, so dass sie noch einige Trainingsrennen fahren konnten. Überraschenderweise hatte sich das Seegras nahezu komplett verzogen. 

 

Gegen 14.00 Uhr mussten die Teilnehmer vom Wasser geholt werden, da einige Teilnehmer eine längere Rückfahrt hatten und wir nach der Abschlussbesprechung um ca. 16.00 Uhr das Camp beenden konnten. 

 

 

Fazit: Es war in allen Belangen ein voller Erfolg. Die Rahmenbedingungen waren perfekt, das Wetter hat uns ebenfalls super Bedingungen gegeben, um alle Aspekte des Wettkampfkitens zu vermitteln. Nicht nur die Kids, auch die Eltern hatten durchweg ein Grinsen im Gesicht, viele fragten schon, wie es denn nun weiter geht. Die Möglichkeit, die Gruppe nach ihren Vorkenntnissen einzuteilen und diese mit drei Coaches in Gruppen zu 6-8 Personen zu begleiten, erwies sich ebenfalls als optimal. Auch der Standort war sehr gut, um das Camp durchzuführen.

 

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