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Alina Kornelli: Eine Wassersportlerin mit Power



Hallo Alina!


In den letzten zwei Jahren war es durch Corona für viele Fahrer nicht einfach Erfahrungen in Wettkämpfen zu sammeln oder ausreichend zu trainieren. Wie hast Du die Zeit bisher überstanden?


Anfangs habe ich mir Sorgen gemacht bzgl. meiner Saison Planung, da der Großteil meiner geplanten Events ausgefallen sind und ich dadurch keinen konkreten Plan mehr hatte für die Saison. Jedoch habe ich dann von Monat zu Monat geplant und hatte super Training und Foto/Video Projekte mit meinen Sponsoren, wie CORE Kiteboarding oder Volkaswagen Nutzfahrzeuge. Mir wurde auf jeden Fall nicht langweilig und ich konnte bei Shootings und Kitesurf Projekten viel Erfahrung sammeln.

Im letzten Jahr hast Du Dich entschieden international für Österreich zu starten und nicht mehr für Deutschland. Was war der Grund dafür?

Da ich doppelte Staatsbürgerin bin und im Sommer 2021 die Racefoil Disziplin Formula Kite eine zweite Medaille für Olympia 2024 dazu bekommen hat und dadurch Frauen und Männer getrennt bei der Olympiade 2024 starten, habe ich mich dazu entschieden für meine zweite Nation Österreich zu starten. Ich war schon länger mit dem Verband in Kontakt und hatte ein sehr gutes Gefühl dabei. Außerdem liegt der österreichische Stützpunkt viel näher an meinem Heimatort dran und ich hoffe auf bessere Unterstützungsmöglichkeiten und eine nähere Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Verband, um meine Ziele für Olympia 2024 noch besser verfolgen zu können.



2018 hast Du schon erfolgreich an den Youth Olympic Games (4.Platz) teilgenommen. Sind 2024 die Olympischen Spiele in Frankreich im Kitesurfen (Formula Racing) Dein nächstes Ziel?


Ja, die Olympischen Spiele 2024 gehören zu einem meiner Ziele.

Zur Zeit sehen wir öfter Bilder aus Südafrika von Dir. Ist dies ein Funtrip oder Training für die kommende Saison?


Ende 2021 habe ich an vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen mit meinem Racefoil teilgenommen.

Da ich mich nicht nur auf Wettkämpfen sehe, bin ich im Januar nach Südafrika geflogen um zusammen mit meinem Kitesponsor CORE für die kommende Saison zu shooten. Ich liebe es auch Erfahrungen im Fotografie und Video Bereich auf Shootings zu sammeln und Zeit mit meinem Team zu verbringen. Daher war es ein Arbeitstrip, der aber sehr viel Spaß gemacht hat.

Gibt es Neuigkeiten bei deinen Sponsoren?


Ich arbeite weiterhin zusammen mit Core Kiteboarding und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Ende 2021 war es spannend für das VW-Surfteam, da wir unsere neuen Bullis, die uns VW zur Verfügung stellt, vom Werk in Hannover abholen durften. Dieses Mal in Schwarz gebrandet mit einem echten Action Bild. Ab Mitte März werde ich wieder durch ganz Europa mit meinem T6 California von Spot zu Spot fahren. Außerdem habe ich dieses Jahr noch zwei neue Ausrüstungsfirmen dazu gewonnen. Einmal Söoruz Germany mit warmen Wetsuits und Julbo Eyewear mit guten Sonnenbrillen, die meine Augen auf dem Wasser beim Foilen zu schützen.



Leider gibt es bisher immer noch sehr wenig Frauen in der Disziplin Foil Racing. Was kannst Du für Tipps geben, damit sich mehr Frauen für die Disziplin begeistern?


Ich habe mit sehr schwierigem Material angefangen. Da war ich oft frustriert nach den Sessions. Ich persönlich finde es am Besten, mit leichtem Material anzufangen und sich langsam anzutasten. Ich habe mich am sichersten mit meiner kompletten Schutzkleidung (Helm, langer Neoprenanzug, Neoprenschuhe und Pralschutzweste) gefühlt und mich getraut Wenden und Halsen zu probieren, bis ich sie konnte. Heute noch fahre ich immer mit langem Neoprenanzug und Helm auf meinem Racefoil, da ich mich so sicherer fühle. Racefoilen ist mega für Leichtwind Tage, also kann ich es nur jedem empfehlen ab sofort noch mit einem Foil zu reisen und wem es taugt, der kann nach einer Weile auf das Racefoil umsteigen. Die Geschwindigkeiten, die man mit einem Racefoil erreichen kann sind nämlich ein tolles Gefühl.

Wie sieht sonst Deine weitere Saisonvorbereitung aus?


Mitte Februar geht es für mich einen Monat lang nach Mexico zum Racefoil Training und Ende März habe ich ein weiteres Training in La Palma vor meiner ersten internationalen Competition, die auch in La Palma Anfang April stattfinden wird. Danach sind noch weitere Trainings in Frankreich geplant. Das heißt, ich werde viel Zeit auf meinem Foil verbringen.

Werden wir Dich auch bei den 3 Tourstopps der Multivan Kitesurf Masters wieder sehen?


Im August werde ich auf jeden Fall zu den beiden Tourstopps kommen. Der erste Tourstopp Ende Mai steht noch nicht 100% fest, da ich den Termin noch mit meinen internationalen Wettkampfterminen abgleichen muss. Aber ich freue mich schon sehr darauf, alle Gesichter der Kitesurfszene diese Saison wieder zu treffen!



Danke für das Interview und bis bald an einem windigen Kitesurfspot!

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